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Namenlos durch die Welt

Smith, Zadie: Swing Time, KiWi 2017.

Nachdem ich „Swing Time“ zugeklappt hatte, fragte ich mich sofort: Was hat mich daran eigentlich so gefesselt? Merkwürdigerweise aber stellte sich mir diese Frage während des Lesens nie. Ohne zu zögern hatte ich die 625 Seiten in nur sieben Tage weggelesen.
Die Hauptfigur in „Swing Time“ nimmt uns mit auf eine 25 Jahre ihres Lebens umfassende Reise. Dass sie namenlos ist, fiel mir erst nach ca. 30 Seiten auf. Dem Roman schadet die Namenlosigkeit keineswegs, der Lesbarkeit dieses Textes schon eher. Ich muss mich hier mit einem „sie“ begnügen, während die Protagonistin ihre Lebensgeschichte in der Ich-Form erzählt. Namenlos durch die Welt weiterlesen

Mit Vorsicht zu genießen

Hein_WeiskernChristoph Hein: Weiskerns Nachlass, Suhrkamp 2011

Warnung! Geisteswissenschaftler, die sich kurz vor Studienabschluss, auf Jobsuche oder in einer ähnlich gearteten Lebenskrise befinden, sollten die – wenn auch unbedingt empfehlenswerte – Lektüre von „Weiskerns Nachlass“ besser auf später verschieben. Denn was prekär anfängt, kann auch prekär enden.

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