Archiv der Kategorie: amerikanische Belletristik

Utopia, mon amour

Gary Shteyngart: „Super Sad True Love Story“, Rowohlt 2011.

Die USA ist am Boden: Die Wirtschaft ist zusammengebrochen, der Dollar abhängig von der chinesischen Währung. Geführt wird das Land von einer dauerhaften Übergangsregierung, die nur noch aus einer Partei besteht. Und ein durchgeknallter Verteidigungsminister hat die ehemalige Großmacht in eine sinnlose Militärmission in Venezuela verstrickt, die sich langsam zum Bumerang entwickelt. Klingt wie ein Zukunftsszenario, auf das die Vereinigten Staaten unter ihrem neuen Präsidenten zusteuern? Allerdings! Utopia, mon amour weiterlesen

Es müsste immer Soul da sein

485-219Michael Chabon: „Telegraph Avenue“, Kiepenheuer und Witsch 2014 (Original 2012)

In fast allen meinen bisherigen Rezensionen dreht es sich um Bücher, die irgendwie mit Musik zu tun haben. Das war so nicht beabsichtigt. Ich bin zugegebenermaßen schon etwas überrascht, dass meine Begeisterung für Musik sich tatsächlich auch in der Wahl meiner Bücher niederschlägt. Aber eigentlich sollte mich das nicht wundern, denn insgeheim sehe ich es genauso wie Floyd aus dem Film „Absolute Giganten“: „Es müsste immer Musik da sein. Bei allem was du machst. Und wenn’s so richtig Scheiße ist, dann ist wenigstens noch die Musik da. Und an der Stelle, wo es am allerschönsten ist, da müsste die Platte springen und du hörst immer nur diesen einen Moment.“ Es müsste immer Soul da sein weiterlesen